
Über mich
Ich bin Ulrike Schwarz, Musikerin, Musikpädagogin und Forscherin. Ich möchte mehr Musik in die Welt bringen, denn ein Leben ohne Musik erscheint mir trostlos.
Viele Menschen sehnen sich nach Musik, sie möchten singen, spielen, tanzen – aber sie trauen sich nicht, sie wissen nicht wie. Oder schlimmer: Sie halten sich für unmusikalisch.
Dass Musik einfach dazu gehört, habe ich in der Kita meines ersten Sohnes gelernt. Dort wurde mit den Einjährigen täglich gesungen – schief, für Kinderstimmen zu tief, aber mit Freude! Obwohl ich zu der Zeit Musik studierte, war ich nicht in der Lage, meinem Sohn auch nur ein einziges mehrstrophiges Lied auswendig vorzusingen. Diese Erkenntnis war ein Schock.
Da war für mich klar: Ich will selbst in der Lage sein, mit Kindern Musik zu machen – und ich möchte andere Erwachsene dabei unterstützen, es auch zu tun.
Also folgte meinem Querflötenstudium ein Studium der Elementaren Musikpädagogik: Ich lernte, voraussetzungslos mit Menschen Musik zu machen, ihnen ästhetische Erfahrungsräume zu eröffnen, sie beim musikalischen Lernen zu unterstützen.
Die spätere Arbeit an der Musikschule empfand ich als sinnstiftend. In Verbindung mit meiner Weiterbildung zur Zirkuspädagogin taten sich vielfältige Arbeitsfelder auf. Doch dann beschlossen wir als Familie umzuziehen.
Keine Musikschule, keine Zirkusgruppe, kein Job. Freischaffend weiterwursteln? Und immer nachmittags arbeiten, wenn die Kinder aus Kita und Schule nachhause kommen? Mit einem freischaffenden Musiker als Mann, der viel unterwegs ist?
Ich beschloss meine musikpädagogische Arbeit in die Grundschule zu verlagern und wurde Lehrerin. Zunächst geriet die Musik dabei in den Hintergrund, aber ich war nicht aufzuhalten: nach und nach brachte ich alles zusammen, was mir wichtig war: Jazz & Kinder, freie Improvisation & politische Bildung, Teilhabe & künstlerischer Anspruch, Hochschullehre & eigenes Studium. In meiner Forschung zur Perspektive von Kindern auf freie Improvisation laufen viele dieser Fäden zusammen.
Nach vielen Jahren gleichzeitig an Musikhochschule und Schule bin ich 2025 endlich gesprungen. Jetzt bin ich Professorin für Fachdidaktik Musik an Grundschulen und freischaffende Musikerin und Jazzvermittlerin.
Ich bin sehr glücklich, Menschen mit meiner Musik zu inspirieren und sie als Musikpädagogin dabei zu unterstützen, ihr eigenes musikalisches Potential zu entfalten.
Lebenslauf
Ulrike Schwarz studierte in den Neunzigerjahren an der Folkwang Hochschule Essen Instrumentalpädagogik (Flöte, Dejan Gavric) und Allgemeine Musikerziehung (EMP, Werner Rizzi) mit instrumentalem Hauptfach Saxophon. Um die Jahrtausendwende beendete sie eine einjährige berufsbegleitende Weiterbildung am Zirkus- und Artistikzentrum Köln mit dem Zertifikat „Zirkuspädagogik„. Nach mehrjähriger Unterrichtstätigkeit (Flöte, Saxophon, Musikalische Früherziehung, Eltern-Kind-Gruppen) an Musikschulen im Ruhrgebiet und an der Musikschule Leverkusen kam sie in den Nullerjahren nach Frankfurt am Main, wo sie beide Staatsexamina für das Lehramt an Grundschulen erwarb.
Sie arbeitete einige Jahre als Grundschullehrerin und war dann für 8 Jahre teilabgeordnet als pädagogische Mitarbeiterin an die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst (HfMDK) Frankfurt am Main. 2023 übernahm sie zusätzlich die Leitung des Weiterbildungskurses Musik der Hessischen Lehrkräfteakademie und war dort Teil des Teams zur Weiterqualifizierung von Musiker*innen für den Schuldienst.
An der HfMDK war sie hauptsächlich in der Ausbildung künftiger Musiklehrkräfte an Grundschulen tätig und unterrichtete zusätzlich fachbereichsübergreifende Ensembles für Improvisation und für Stummfilmimprovisation.
Im Team mit der Saxophonistin Corinna Danzer entwickelte sie das Jazz-Vermittlungsprojekt Jump into Jazz für Grundschulkinder. Jazz-Studierende (Master Bigband)und Lehramtsstudierende sind daran beteiligt. Jump into Jazz fand zuletzt 2024 in Kooperation der HfMDK mit dem Hessischen Rundfunk statt. Ihr an der HfMDK angesiedeltes Jazzpilot*innen-Projekt zur politischen Bildung von Grundschulkindern stellte sie 2025 auf der Jazz Education Network Conference in Atlanta, USA vor.
Freiberuflich arbeitete Ulrike Schwarz im Bereich Jazzvermittlung für Institutionen wie das Jazzfest Berlin, die Theaterhaus Jazztage Stuttgart oder den Jazzclub domicil in Dortmund.
Im Rahmen der Ausschreibung „Forschung an der Kunsthochschule“ der HfMDK realisierte sie unter Einbezug von Studierenden ein Forschungsprojekt zu ästhetischen Kriterien von Kindern für improvisierte Musik. Ergebnisse präsentierte sie unter anderem auf einer Tagung im Max Planck-Institut für Empirische Ästhetik und an der Kunstuni Graz.
An der HMT „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig erwarb sie zuletzt einen Master of Music in Improvisation. Als Saxophonistin und Flötistin spielt sie vorwiegend Jazz-inspirierte frei improvisierte Musik und Eigenkompositionen in diversen Besetzungen, u.a. mit Uwe Oberg (p), Carl Ludwig Hübsch (tuba), Mariá Portugal (dr), Isabel Rößler (b), Jeremy Viner (ts, cl), Steffen Roth (dr). Mit dem Kollektiv PingPengPerformances tritt sie transdisziplinär als Performerin auf.
Seit 2025 ist Ulrike Schwarz Professorin für Fachdidaktik Musik an Grundschulen an der Hochschule für Musik Saar (50%) und freischaffende Musikerin.